Unsere Schule

"Frei" ist eine Freie Waldorfschule weitestgehend von der staatlichen Schulverwaltung und den staatlichen Lehrplänen. Eltern und Lehrer haben die Waldorfschule gegründet und verwalten sie auch selbständig im Interesse ihrer Kinder.

Die Freiheit hat einen Preis. Ihn zahlen die Eltern mit monatlichen Schulbeiträgen und mit ihrer Arbeit für das Gedeihen der Schule. Der Schulbeitrag (Familienbeitrag) wird nach der Aufnahme des Kindes im Gespräch mit den Eltern festgelegt. Er ist gestaffelt nach der Höhe ihrer Einkommen. Bei der Finanzierung der Schule hilft auch das Land, das Zuschüsse zu den Kosten des Schulbetriebes und für das Bauen gewährt.

Rechtlich ist der Verein „Freie Waldorfschule Lörrach e.V.“ Träger der Schule. Er ist gemeinnützig und Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen. Mitglieder des Vereins sind Eltern, Mitarbeiter und Freunde der Schule. Die in den Vorstand gewählten Vereinsmitglieder führen die Geschäfte mit Hilfe eines Geschäftsführers. Sie kümmern sich vorwiegend um wirtschaftliche und juristische Belange, und im Gesamten der Schule fällt ihnen eine koordinierende Aufgabe zu.

Eine Waldorfschule ist eine Schule ohne Direktor. Ohne hierarchisches Prinzip muss die Zusammenarbeit organisiert und müssen die Aufgaben verteilt werden. Die verschiedenen wöchentlichen Lehrerkonferenzen bilden den Kern der pädagogischen Selbstverwaltung.

Auch für Eltern gilt, dass sie in einer Waldorfschule in besonderem Maß Verantwortung übernehmen. Wer Aufgaben übernimmt, muss für Information, für Offenheit und Transparenz sorgen. Das gilt für alle Arbeitskreise der Schule.

Grundlagen und Ziele unserer Arbeit

Erziehung und Unterricht unserer Schule orientieren sich an der Pädagogik und Menschenkunde Rudolf Steiners. Auf dieser Grundlage unterrichten, begleiten und entlassen wir die heranwachsenden Menschen.

Unsere Schule gestaltet das Schulleben als einen Bildungsgang für junge Menschen, auf dem sie sich gesund entwickeln, ihre geistige und seelische Individualität entfalten, sich umfassend bilden und zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen können.

Die Schulärztin und ihre Aufgaben

In dem Bemühen um eine umfassende Wahrnehmung jedes einzelnen Kindes gibt es in allen Waldorfschulen Schulärzte, die, die Sichtweise von Eltern und Lehrern ergänzend, als Bindeglied zwischen Pädagogik und Medizin gemeinsam mit den Eltern und Lehrern das Wohl des Kindes und die Ausgewogenheit seiner Entwicklung im Blick behalten sollen. Teile dieses Konzeptes sind in unserer Schule:

1 - Ab Klasse 1: Wiederholte Hospitationen der Schulärztin in unterschiedlichen Teilen des Unterrichts: Hauptunterricht, z.B. Formenzeichnen und Rechnen oder Schreiben, Eurythmie, Freispiel (Ausflug, Sport o.ä.) Rücksprachen zu diesen Beobachtungen mit der Klassenlehrerin und der Heileurythmistin

2 - Aufnahmeverfahren mit den Kindern sowie Elternfragebogen zur Entwicklung des Kindes

3 - Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit dem Klassenlehrer und optional der Schulärztin

4 - In Klasse 2: Entwicklungsstand –Beobachtungen aller Kinder

5 - In Klasse 4: Entwicklungsgespräche und Schülerfragebogen mit allen Eltern und Kindern.

6 - Kinder- und Klassenkonferenzen mit allen unterrichtenden Kollegen für einzelne Kinder

7 - Helferrunden mit Einbeziehung außerschulischer Ärzte, Therapeuten usw. bei gegebenem Anlass

8 - Einzelgespräche der Oberstufenschülerinnen oder der Eltern auf Anfrage