Abschlüsse

Waldorfabschluss

In der 12. Klasse, wenn die Schüler ihren Waldorfabschluss machen, reflektieren sie über all das, was sie seit der ersten Klasse in den Epochen erlernt haben.

Dabei soll der große Bogen gespannt werden und Zusammenhänge von der Unterstufe bis zur Oberstufe erkannt werden.

Nun wird deutlich wie z.B. die "sinnige Geschichte" aus der ersten Klasse - wo Steine, Pflanzen und Tiere als beseelte, lebendige, menschlich empfindende Wesen vorkommen - später in der Mittelstufe als Tier- und Pflanzenkunde mit neuer Perspektive betrachtet wird und schließlich beim Mikroskopieren in der Oberstufe wissenschaftlich erfasst wird. Alles baut aufeinander auf: vom Großen zum Kleinen, vom Ganzen zu den Einzelteilen.

Zu dem Waldorfabschluss zählt auch der Eurythmieabschluss, der wiederum eine Zusammenfassung des Gelernten ist, sowie die Architekturfahrt, das Klassenspiel und die Jahresarbeit.

Eurythmieabschluss

Ein zentrales Unterrichtsfach unserer Schule ist die Eurythmie. Dass unsere Schülerinnen und Schüler nach 12 Schuljahren mehr gelernt haben, zeigen sie auf Monatsfeiern und in der 12. Klasse. Ein wenig können Sie daran teilhaben, wenn Sie die nachfolgenden Bilder vom Abschluss der 12. Klassen anschauen.

Die Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die als reguläres Fach von der 1. bis zur 12. Klasse unterrichtet wird. Elemente aus der Sprache und der Musik werden hierbei durch Bewegungsformen und Gliedmaßenbewegungen von Einzelnen oder in Gruppen im Raum sichtbar gemacht.

Eurythmie-Solo der 12. Klasse 2017

Bedeutung der Jahresarbeit

Eine erfolgreich abgeschlossene Jahresarbeit ist eine Voraussetzung für die Meldung zu MR und Abitur. Sollte zu den festgesetzten Abgabeterminen der praktischen und schriftlichen Jahresarbeit keine akzeptable Arbeit vorliegen, kann bei nachvollziehbaren Gründen ein Nachprüfungstermin zwischen den Fastnachts- und Osterferien festgesetzt werden. Einen weiteren Aufschub zur Fertigstellung gibt es nicht.

Gratulation an unsere Realschulabsolventen und Realschulabsolventinnen sowie an alle Abiturienten und Abiturientinnen!

Wir sind alle sehr stolz, dass alle Schülerinnen und Schüler den Realschulabschluss und das Abitur bestanden haben. Die harte Arbeit, die Ausdauer und die vielen Stunden in unserer Schule sind mehr als belohnt worden. Wir wünschen allen nur das Beste für die Zukunft und auf Ihrem Weg in einen neuen Lebensabschnitt!

Die Abiturfeier und Zeugnisübergabe wird in einem festlichen Rahmen am 25. Juli stattfinden, die Realschüler und Realschülerinnen feiern am 23. Juli und erhalten am 26. Juli Ihre Zeugnisse.

Bei allen guten und sehr guten Abschlüssen möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass ein Abiturient mit einem Notendurschnitt von 1,0 abschließt: Leon Senger. Unseren herzlichen Glückwunsch!

Hier die Absolventen Realschulabschluss: Mirja de Gregori, Fritz Gehri, Pit Hermann, Maya Jellinghaus, Gabriel Kammerer, Nikolai Klesinski, Mia Kufner, Leonie Schmid, Anna Schürtzmann, Moritz Sieper, Milena Stoll, David Tschirpke, Madia Weber, Lena Wonner, Maike Zielasek

Hier die Absolventen Abitur: Maximiliane Asal, Line Berger, Aemilia Brombacher, Iemkje Elgersma, Theresa Gasser, Valentin Hinum, Berkan-Can Özkan, Peer Portmann, Leon Senger, Laurens Thiersch, Katharina Weyrich, Viktor Zarifoglu

Staatliche Schulabschlüsse

Noten und Abschlüsse

Noten werden in den meisten Waldorfschulen nicht gegeben. Das heißt aber nicht, daß Fehler z. B. in Klassenarbeiten nicht korrigiert werden : Sie werden nur nicht mit einer dürren Note, sondern mit einer - mal kurzen, mal ausführlichen - Würdigung von Stärken und Schwächen der Arbeit charakterisiert und besprochen.

Ähnlich sind die Zeugnisse am Schuljahresende : Jetzt fassen die Lehrer die Entwicklung, die sie während des vergangenen Schuljahres beobachten konnten, in ausführlichen Begutachtungen zusammen. Leistungen, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten zu eigener Verbesserung werden differenziert ausformuliert. Ein solches Zeugnis umfaßt häufig drei und mehr A4-Textseiten.

Lediglich für die staatlichen Abschlussprüfungen - Hauptschul-, Realschulabschluss und Abitur - werden die üblichen Notenzeugnisse erteilt.

Der Hauptschulabschluss

Schüler, die die Schule zwischen der 10. und der 12. Klasse verlassen wollen, können der Hauptschulabschluss am Ende eines Schuljahres erwerben. Die Erziehungsberechtigten teilen zu Beginn des Schuljahres dem Klassenbetreuer schriftlich ihren Wunsch mit, und die Schule beantragt daraufhin beim Staatlichen Schulamt den Hauptschulabschluss.

In der Regel kann auf eigenen Wunsch das Hauptschulabschluss am Ende der 10. Klasse erworben werden, wenn der/die Schüler/in die Schule verlassen möchte. Ansonsten geschieht dies am Ende der 11. Klasse auf Anraten des Lehrerkollegiums.

Dazu werden von den Fachlehrern die Beurteilungen des Waldorfzeugnisses in Noten umgesetzt und dieses Notenzeugnis zusammen mit dem Waldorfschulzeugnis und je einer schriftlichen Klassenarbeit in Deutsch, Englisch und Mathematik aus dem jeweiligen Schuljahr beim Staatlichen Schulamt eingereicht. Dieses stellt die Gleichwertigkeit fest, wenn die Arbeiten und ihre Beurteilung dem Niveau der Hauptschule entsprechen und die Noten das Bestehen der Hauptschulabschlussprüfung gewährleisten. In Ausnahmefällen können außerdem auch Epochenhefte vorgelegt werden.

Der Realschulabschluss

SchülerInnen der Mittleren-Reife-Gruppe, legen im 12.Schuljahr in den Monaten Dezember oder Januar ihre Eurokomprüfung und im Frühjahr/Sommer dieses Schuljahres ihre Realschulprüfung ab.

Das Abitur

SchülerInnen, die vom Klassenkollegium der Abiturgruppe zugeordnet werden, sollten keine MR-Prüfung ablegen. Besteht dennoch der Wunsch, die MR-Prüfung abzulegen, so geschieht dies nach Zustimmung der Klassenkonferenz. Die Vorbereitung erfolgt in eigener Verantwortung.

Die Fachhochschulreife (FHR)

Möchte ein/e Schüler/in an einer anderen Waldorfschule die Fachhochschulreife erlangen, so gelten die dortigen Aufnahmemodalitäten. Er/sie benötigt eine schriftliche Empfehlung an die aufnehmende Waldorfschule. Die Ausstellung einer solchen Empfehlung ist an die folgenden Kriterien gebunden:

1. Die Durchschnittsnote des Realschulabschlusses ist nicht schlechter als 3.

2. Die fachpraktischen Stunden im handwerklich-künstlerischen Unterricht der Klassen 9 bis 12 müssen durch den Klassenbetreuer bestätigt werden.

3. Der Schüler hat die Waldorfschule ab der 9. Klasse besucht

4. Der Übergang in die 13. Klasse zur Vorbereitung auf die FHR muss im Anschluss der 12. Klasse erfolgen. Im Ausnahmefall kann nur das Freiwilliges Soziale Jahr oder eine durch ärztliches Attest nachgewiesene Erkrankung als Unterbrechung anerkannt werden.

Über die Aufnahme des Schülers zur FHR entscheidet alleine die aufnehmende Waldorfschule!