Epochenunterricht

Der Epochenunterricht an Waldorfschulen

Der sogenannte Epochen- oder Morgenunterricht hat an der Waldorfschule von der ersten bis zur dreizehnten Klasse Geltung. In Lörrach ist das die Zeit von 7.40 Uhr bis 9.30 Uhr.

In den ersten acht Klassen wird dieser Unterricht vom Klassenlehrer, dann vom jeweiligen Epochenlehrer erteilt. In Epochen von drei bis vier Wochen wird jeden Morgen ein bestimmtes Fach unterrichtet und zwar zunächst Deutsch, Mathematik oder Formenzeichnen in der ersten Klasse. Im Laufe der Schuljahre kommen Geographie, Biologie, Geschichte, Geometrie, Chemie, Physik und in der Oberstufe noch Kunstgeschichte hinzu.

Diese Aufteilung, die sich nach Angaben von Rudolf Steiner richtet, hat sich im Lauf vieler Jahre bewährt. Die Schüler tauchen intensiv in ein bestimmtes Thema ein, arbeiten täglich daran und sind dadurch wirklich völlig in der Materie drin. Nach Ende der Epoche dauert es Monate bis dieses Fach wieder erscheint. Immer wieder faszinierend erleben die Lehrer, dass zwar zunächst alles Gelernte vergessen scheint, aber innerhalb weniger Tage nicht nur alles „wieder da“ ist, sondern manches, was am Ende der letzten Epoche vom einzenen Schüler noch nicht verstanden schien, ihm jetzt vollends zur Verfügung steht.

In den Kernfächern Mathematik und Deutsch ergänzen ein oder zwei Übstunden pro Woche den Epochenunterricht.

Englisch, Französisch, Turnen, Musik, Eurythmie, Handarbeit, Werken, Gartenbau und Religion bzw. Ethik werden wöchentlich und nicht epochal erteilt.

Unter- und Mittelstufe